Vor einigen Jahren wurden Menschen noch schief angeguckt, die von sich sagten, sie würden unter Elektrosensibilität leiden. 

Heute steigt die Zahl derer, die mit extrem belastenden Symptomen auf Elektrosmog reagieren, enorm an. 5G ist einer der Gründe, warum sich insbesondere Menschen, die in der Stadt wohnen, vermehrt über Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme beklagen. Ich selbst habe meine Symptome jahrelang nicht ernst genommen bzw. sie nicht mit der Nutzung von Smartphone, Tablet und Co. in Verbindung gebracht. Bis mein Körper irgendwann so gestreikt hat, dass ich es selbst bei ausgeschaltetem Handy nicht mal mehr ausgehalten habe, längere Zeit in einem Zug oder einer S oder U-Bahn zu sitzen.

Damit es bei dir gar nicht erst so weit kommt, ist es mir eine Herzensangelegenheit in diesem Artikel darüber aufzuklären, wie du Elektrosensibilität vorbeugen bzw. wie du bereits aufgetretene Symptome erkennen und lindern kannst.

 

Elektrosensibilität ist ein Frühwarnsystem unseres digitalen Zeitalters

 

2004 sagte eine Frau in einem Restaurant zu mir, ich solle mein Handy ausmachen, da sie davon Kopfschmerzen bekommen würde.
 Ich belächelte das damals innerlich und schäme mich heute dafür.

Tja, 14 Jahre später wurde ich selbst elektrosensibel… 
„Karma“ könnte man sagen…

Diese Frau war, wie viele andere Menschen die unter Elektrosensibilität (auch EHS – Elektrohypersensibilität genannt) leiden, eine Art Frühwarnsystem. Leider habe ich es nicht erkannt und Jahre später den Preis dafür gezahlt.

 

Warum Elektrosensibilität oft nicht ernst genommen wird

 

Die meisten Menschen, so wie auch ich damals, spüren Mobilfunkstrahlung, WLAN und Co. nicht. Andere wiederum bringen Symptome wie z.B. Herzrasen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen nicht damit in Verbindung. 
Hinzu kommt, dass die Nutzung all dieser drahtlosen Geräte heute so „normal“ ist, wie Zähne putzen und Auto fahren.

Die Mainstream-Medien und vor allem auch die Werbung vermitteln noch dazu das Gefühl, dass ein Leben ohne all diese Gadgets nicht lebenswert ist.
Wie kann es da sein, dass es Menschen gibt, die davon krank werden??

 

 

Mein Interview bei Podiom zum Thema Elektrosensibilität

 

 

Elektrosmog ist genauso unnatürlich für unseren Körper wie BPA, Formaldehyd und Co.

 

Tatsächlich sind alle Lebewesen von Natur aus elektrosensibel. Sowohl bei Menschen als auch bei Tieren kann man schädliche Auswirkungen von Elektrosmog auf die biologischen Abläufe im Körper beobachten. 

Das liegt daran, dass wir selbst ein elektromagnetisches Feld (EMF) haben. Man nennt dies auch Bioelektrizität. Wenn du schon mal ein EKG oder EEG hast machen lassen, konntest du es live auf dem Bildschirm sehen. 
Allerdings ist die Sendeleistung von z.B. Mobilfunkgeräten 50 MILLIARDEN mal höher, als die von unserem Körper. 
Hinzu kommt, dass elektromagnetische Felder sich gegenseitig beeinflussen und in Wechselwirkung miteinander treten. Unser Körper wirkt dabei wie eine Antenne auf die künstlichen EMF.

 

 

Elektrosmog funkt dem Körper dazwischen

 

Durch Mobilfunkmasten, WLAN Hotspots und unsere eigenen Gadgets sind wir heutzutage ständig mit diesen künstlichen EMF in Kontakt. Sie überlagern das körpereigene natürliche elektromagnetische Feld. Man kann dieses „überlagern“ auch mit einem ständigen „zerren“ und „zuppeln“ am ganzen Körper beschreiben. Er kommt quasi nie zur Ruhe, steuert nonstop dagegen und versucht alles, um die Abläufe in den Zellen aufrecht zu erhalten. 

Irgendwann ist er jedoch überlastet, der interne Informationsfluss wird gestört, es kommt zu Elektrosensibilität und auch zu vegetativen Erkrankungen.

Dr. Joseph Mercola schreibt in seinem Buch „EMF – Elektromagnetische Felder“, dass wir heute 1 TRILLION mal mehr elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sind, als noch vor 100 Jahren.
Diese wahnsinns Belastung auszuhalten, dafür ist unser wertvoller Körper genauso wenig angelegt wie für eine Vergiftung mit z.B. BPA, Formaldehyd und Asbest.

 

Elektrosensibilität und MCS, CFS, Fibromyalgie und Co.

 

Insbesondere, wenn du bereits stark mit anderen Schadstoffen (z.B. Schwermetallen) belastet bist und/ oder unter Multipler Chemikalien Sensitivität (MCS), Chronic Fatigue Syndrom (CFS) oder auch Fibromyalgie oder chronischen Infektionen (z.B. Eppstein Barr und Borreliose) leidest, ist die Wahrscheinlichkeit höher, elektrosensibel zu werden. Die Belastung des Körpers mit unterschiedlichen Schadstoffen multipliziert sich quasi. Es zeigt sich immer wieder, dass viele dieser Leiden, die die Schulmedizin bisher noch kaum fassen kann, eng miteinander in Zusammenhang stehen.

 

EMF ist nicht gleich EMF

 

In Bezug auf die Symptome, an denen du Elektrosensibilität erkennen kannst, ist es als erstes wichtig zu verstehen, dass es unterschiedliche Elektromagnetische Felder gibt. 
Das Thema ist extrem komplex.
Dr. Mercola hat dem in seinem Buch ein ganzes Kapitel gewidmet.

Ich vermute, du wirst mir dankbar sein, wenn ich es stark vereinfacht darstelle und auf den Punkt bringe. 😉

Im Prinzip ist „EMF“ nur ein Sammelbegriff für:

  • Mikrowellenstrahlung (z.B. Handy, WLAN, Bluetooth, DECT Schnurlostelefone und die gute alte Mikrowelle)
  • Elektromagnetische Felder (z.B. Ladegeräte, Hochspannungsleitungen, Haartrockner, Elektroherd)
  • Elektrische Felder (z.B. Lampen, Verkabelungen im Haus, Handy, sämtliche elektrische Geräte)

 

Jeder elektrosensible Mensch reagiert auf unterschiedliche Strahlungsquellen unterschiedlich stark

 

Es gibt Menschen, die mit sämtlichen Strahlungsquellen, von Lampen, über E-Herd und Computer bis hin zu WLAN Probleme haben. 
Andere wiederum reagieren z.B. „nur“ auf WLAN Strahlung.

Ich selbst bekomme von Bluetooth und elektromagnetischen Feldern von Handy, Tablet und E-Readern sehr schnell Kopfschmerzen. Interessanterweise habe ich Bluetooth in meinem Leben vor der Elektrosensibilität von allem am wenigsten genutzt.
Mittlerweile habe ich meine Symptome durch verschiedene Maßnahmen, die ich dir weiter unten noch aufliste, allerdings sehr gut im Griff. 
Anfangs konnte ich jedoch keins der neueren Smartphones (z.B. iPhone 11 und 12, ich hab verschiedene ausprobiert) länger in der Hand halten. Sogar, wenn die Geräte im Flugmodus waren, habe ich sofort starke Kopfschmerzen bekommen und das Gefühl gehabt, unter Strom zu stehen. Auch elektromagnetische Felder an Bahngleisen und in Zügen haben bei mir zu Beschwerden geführt.

Ich habe mir dann ein EMF Messgerät angeschafft und so herausgefunden, dass das Elektromagnetische Feld eines iPhone 11 und 12 genauso hoch ist, wie das eines 43 Zoll Fernsehers! Wenn man ein solches unschuldig wirkendes Gerät in der Hand hält und unbekümmert seine SMS eintippt, ist es also nichts anderes, als würde man seinen Fernseher umarmen! Und das selbst, wenn es sich im Flugmodus befindet…

 

Irgendwann kommt es zu einem „Kipppunkt“

 

Die Symptome bei Elektrosensibilität können ebenfalls sehr unterschiedlich sein. Zuerst treten sie nur während einer direkten Belastung, z.B. dem Telefonieren mit dem Handy, der Nutzung von Bluetooth Kopfhörern oder in Räumen mit WLAN Strahlung auf. Sobald die Belastung verschwindet, verschwinden meistens auch die Symptome.

Bei einer Dauerbelastung über Monate und Jahre hinweg, kommt es allerdings irgendwann zu einem „Kipppunkt“ und die Symptome bleiben trotz Meiden von Handy, WLAN, Bluetooth usw. bestehen. So war es auch bei mir. 

Gerade deswegen ist es so wichtig, vor allem Mikrowellenstrahlung generell so gut es geht zu meiden. Also ganz gleich, ob du darauf mit Beschwerden reagierst oder nicht.
In meinem Artikel „Warum der Flugmodus deines Smartphones dein Immunsystem stärken kann“ habe ich bereits darüber geschrieben.

 

Elektrosensibilität - Julie Christin Boenig

Die häufigsten Symptome von Elektrosensibilität

 

  • Kopfschmerzen (wird oft mit Druck auf den Kopf beschrieben)
  • Nervosität
  • Gereiztheit
  • Hautjucken/ -brennen oder -kribbeln
  • Migräne
  • Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Gefühl von „unter Strom stehen“
  • Herzrasen und Herzrhythmusstörungen
  • Schwindel
  • Hautrötungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Wortfindungsstörungen
  • Tinnitus
  • Augenreizungen
  • Muskelschmerzen
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung

 

Du siehst, die Liste der Symptome ist lang. Natürlich können sie auch andere Ursachen haben.
Spätestens, wenn die Beschwerden verschwinden, sobald du EMF mal einige Stunden meidest und sie bei Belastung wieder auftreten, sollten bei dir allerdings die Alarmglocken klingeln.
Wie schon beschrieben, kommt es bei ständiger Belastung trotz Symptomen sonst irgendwann dazu, dass sie auch ohne Handy, WLAN usw. anhalten. Und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, das ist kein Spaß…

 

Trotz 5G, WLAN vom Nachbarn und WLAN-Hotspots: du kannst dich schützen!

 

Auch, wenn bei dir das Gefühl aufkommen sollte, all der Strahlung quasi nicht entfliehen zu können, ist es zumindest möglich, sie auf ein Minimum zu reduzieren. 
Und es ist vor allem möglich, dich so weit zu schützen, dass es gar nicht erst zu Elektrosensibilität kommen muss.

Selbst, wenn du dich schon als elektrosensibel beschreiben würdest, kannst du deine Beschwerden mit diesen Schritten lindern:

  • Elektrosmog Messgerät anschaffen, um den IST Zustand der Belastung besser einschätzen zu können
  • Handy wann immer möglich im Flugmodus lassen (auch WLAN und Bluetooth deaktivieren)
  • Kopfhörer mit Luftröhrentechnik nutzen (z.B. von Hamoni)
  • DECT Telefon gegen ein kabelgebundenes Festnetztelefon oder DECT Telefon mit Eco Plus Modus eintauschen (ein DECT Telefon strahlt stärker als ein Handy, auch wenn es nur in der Ladestation steht)
  • WLAN deaktivieren und sämtliche Geräte mit einem LAN Kabel verbinden
  • Keine elektrische Heizdecke nutzen/ Heizung des Wasserbettes ausschalten/ Wasserbett ggfls. ganz abschaffen
  • Sämtliche Stromkabel im Schlafzimmer ausstecken (Lampen und Wecker gibt es auch batteriebetrieben bzw. mit Akku)
  • Wenn möglich nachts die Stromleitungen des Schlafzimmers deaktivieren (Sicherung raus)
  • Zimmer, in denen du dich viel aufhältst (z.B. Schlafzimmer) zusätzlich abschirmen

 

In meinem Elektrosmog Detox Guide findest du eine ausführlichere Anleitung, in der die einzelnen Punkte Schritt-für-Schritt erklärt sind.

 

Zusätzlich kannst du deine Symptome mit folgenden Dingen lindern:

  • Basenüberschüssige Ernährung
  • Meiden von Schadstoffen in Kosmetik, Reinigungs- und Waschmitteln
  • Regelmäßige Entgiftung (3-4 Mal pro Jahr)
  • Vermeidung von Stress
  • Intermittierendes Fasten
  • Gesunder Schlaf
  • Darmsanierung
  • Magnesium
  • Vitamin B3 (wichtig: MIT Flush Effekt!)
  • Antioxidantien (z.B. Vitamin C und OPC)
  • Grounding („Erden“/ Barfuß laufen)
  • Entfernung von Amalgam (ACHTUNG, dies sollte auf jeden Fall von einem ganzheitlich arbeitenden Zahnarzt durchgeführt werden)

 

Wenn deine Symptome trotz allem anhalten

 

Wenn du nach dem Umsetzen all dieser Maßnahmen immer noch Symptome hast, empfehle ich dir, einen Baubiologen mit Schwerpunkt Elektrosmog zurate zu ziehen.

Alternativ kannst du auch mein Digital Health Coaching buchen. In einem kostenlosen Erstgespräch können wir gemeinsam herausfinden, ob und wie ich dir helfen kann.
Auch auf dieser Website findest du viele weitere Informationen und hilfreiche Links.

Ich selbst habe mit all den von mir genannten Maßnahmen meine Elektrosensibilität so weit lindern können, dass ich nur noch stärkere Symptome spüre, wenn ich vermehrt EMF ausgesetzt bin und mich temporär zu wenig schütze. Vor allem das „Erden“ wirkt bei mir unglaublich schnell. Es fühlt sich an, als ob mein Körper sofort wieder sein Gleichgewicht findet und es kehrt eine sehr wohltuende Ruhe ein.

Du siehst, es gibt in unserer digitalen Welt viele Mittel und Wege, dich zu schützen.

Bist du elektrosensibel oder hast das Gefühl es zu sein? 
Auch wenn du noch Fragen hast, freue ich mich über deinen Kommentar!

 

Stay Detoxed!

Deine

 

Julie Christin Boenig