Routinen geben Sicherheit und können, wenn man die Richtigen auswählt, zu sehr gesunden Gewohnheiten werden. In diesem Blogartikel geht es also nicht um Tätigkeiten, die langweilige und evtl. sogar nervige „To Do’s“ sind, wie z.B. eine samstägliche Putzroutine.
Ganz im Gegenteil: es geht um Routinen, die dich so richtig happy machen und ganz nebenbei deinen Körper bei der täglichen Entgiftung unterstützten. Regelmäßig durchgeführt können sie enorm dazu beitragen, dass du energiegeladen und glücklich in den Tag startest, dein Immunsystem stärkst und sogar deinen Zielen näher kommst.
Suche dir aus diesen 6 Tipps eine gesunde Morgenroutine oder sogar mehrere aus, um die gesündeste Version von dir zu werden.

 

6 gesunde Morgenroutinen für dein Daily Detox

 

1. Atemübungen

Hast du schonmal von Wim Hof gehört? Er ist auch bekannt als der „Ice Man“ und hat sogar schon mithilfe von Wissenschaftlern und Ärzten bewiesen, WIE effektiv seine Atemtechnik ist.
2011 konnte er in einem Experiment an der Radboud University in den Niederlanden beweisen, dass er mit seiner Technik das autonome Nervensystem willentlich beeinflussen kann. Bis zu diesem Zeitpunkt galt das als unmöglich! 
In einem weiteren Versuch 2014 wurden auch anderen Probanden, die die „Wim Hof Methode“ angewendet haben, Teile des E-Coli Bakteriums injiziert. Sie konnten ebenfalls ihr Immunsystem „überlisten“ und sich nur mithilfe der von Wim gelehrten Technik gegen den Erreger verteidigen. Die Erkenntnisse waren so bahnbrechend, dass sie weltweit für Aufsehen gesorgt haben.
Die „Wim Hof Methode“ besteht aus einer Atemtechnik, Kälte-Therapie und Konzentration. Ich bin absoluter Fan der Atemtechnik in Verbindung mit Konzentration bzw. Meditation. Vor der Kälte scheue ich mich zugegebenermaßen immer noch.

Entgiftung und Ensäuerung durch Sauerstoffflut


Mich begeistert an der Atemtechnik, dass man innerhalb weniger Durchgänge von 30 Mal ein- und ausatmen und anschließendem Luft anhalten, den Säure-Basen Haushalt ausgleichen und den Körper besser von Giften befreien kann. Das ist unter anderem deswegen möglich, da das Blut, durch das viele einatmen, geradezu mit Sauerstoff geflutet wird. Während des Luftanhaltens hab ich immer sehr positive Gefühle und Gedanken und fühle mich hinterher voller Energie. Mein Unterbewusstsein hat dabei sogar schonmal so unbeschwerte Gefühle hervorgezaubert, wie ich sie das letzte Mal als Kind hatte.

Die „Wim Hof Methode“ in der Praxis

Hier kannst du dir ein Video anschauen, wie es funktioniert. Es gibt auch eine App dazu. 

Natürlich existieren noch zig andere Atemübungen, wie z.B. die Prana-Atmung. Ich persönlich habe bisher allerdings die größten Effekte mit der „Wim Hof Methode“ erzielt. 
Wenn du diese Atemtechnik zum Teil deiner gesunden Morgenroutine machst, kannst du von besserem Schlaf, einem stärkeren Immunsystem, besserer Konzentration, besserer mentaler Gesundheit und vielem mehr profitieren.

Zeitaufwand: ca. 10-15 Minuten

 

2. Zitronenwasser trinken

Diese gesunde Morgenroutine ist mittlerweile sehr bekannt, da sie extrem schnell und einfach umzusetzen ist und trotzdem einen sehr positiven Effekt auf den Körper hat. Morgens direkt nach dem Aufstehen ein Glas mit Wasser und dem Saft einer ausgepressten Zitrone zu trinken, hilft dem Körper Gifte auszuscheiden, die Verdauung anzuregen und es wirkt basisch. 
Allerdings kannst du dabei mehr falsch machen, als du wahrscheinlich denkst. Wenn du wissen willst, welche 6 Fehler du dabei sicher vermeiden willst, lies auch diesen Blog Artikel von mir.

Zeitaufwand: ca. 5 Minuten

 

3. Faszientraining

Das morgendliche Rollen auf einer Faszienrolle gehört im Moment zu meiner liebsten gesunden Morgenroutine. Dadurch, dass ich tagsüber viel am Schreibtisch sitze, bin ich oft etwas verspannt im Rücken. Da wirkt so ein Teil Wunder – ganz ohne Masseur!
 Das ist auch der Grund, warum viele Profisportler und auch Physiotherapeuten darauf schwören.
Was sind diese Faszien überhaupt?
 Faszien sind Häute aus Bindegewebe, die Muskeln, Sehnen, Organe, Nerven usw. umhüllen und voneinander trennen. Dadurch, dass wir modernen Menschen uns tagsüber meist wesentlich weniger bewegen, als es für unseren Körper evolutionär vorgesehen ist, verkleben die Faszien sehr häufig. Die Folge sind Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen, allgemein Verspannungen der Muskulatur und teilweise sogar Bauchschmerzen.

Gezieltes Lösen von Verspannungen

Mit einer Faszienrolle kannst du dein Zwischenzellgewebe, das die Stoffwechselabfälle und auch Giftstoffe sammelt, geradezu „auspressen“, sodass dein Körper sie besser abtransportieren und ausscheiden kann. Dadurch förderst du die Durchblutung und Entgiftung, versorgst das Gewebe mit Sauerstoff und kannst so Verspannungen lösen, Schmerzen lindern und insgesamt beweglicher werden. 
Im Gegensatz zum Stretching hat Faszientraining den Vorteil, dass du schmerzhafte und/ oder verspannte Bereiche ganz gezielt behandeln kannst. Ich rolle mich mit meinen Schulterblättern auch gern über einen kleineren Faszien-Ball. Uooaaaahhh, das tut sooo gut! 🙂
Anleitungen und Übungen zum Faszienrollen Training findest du zahlreich im Netz.

Zeitaufwand: ca. 15-30 Minuten (je nachdem wie viele Partien du gern bearbeiten willst)

 

4. Yin Yoga

Yin Yoga ist ein Yogastil, den man auch als eine sehr achtsame Art des intensiven Stretchings bezeichnen kann. Es ist eine sehr langsame Yoga-Praxis, bei der die einzelnen Posen 3-7 Minuten, oder sogar länger, gehalten werden. Ähnlich wie beim Faszientraining kann man mit Yin Yoga tief sitzende Verspannungen und Verklebungen der Faszien lösen. 
Dabei ist Yin Yoga allerdings weniger punktuell einzusetzen und hat natürlich auch eine ganz andere Philosophie als Hintergrund. Wie bei anderen Yoga Stilen auch, steht beim Yin Yoga die (meditative) Schau nach innen im Vordergrund. Man gibt sich dabei idealerweise seinen Emotionen hin und lernt sich dabei noch besser kennen. 

Wenn du also eine Mischung aus Meditation und Stretching suchst, ist Yin Yoga das Richtige für dich. Videos mit Anleitungen und Übungen findest du auf YouTube.

Zeitaufwand: ca. 30-60 Minuten

 

5. Meditation

Einfach mal 10-15 Minuten (oder auch länger :-)) still sitzen und einfach nur „sein“. Gedanken vorbeiziehen lassen und sich auf „nichts“ konzentrieren. Liest sich so einfach, ist allerdings eine der am schwierigsten umzusetzende gesunde Morgenroutine. Zumindest höre ich das immer wieder von Menschen, inklusive mir 😉 Trotzdem ist sie nicht minder wertvoll für dein Immunsystem, das glückliche und erfüllte Mindset, das dich idealerweise durch den Tag trägt, weniger Stressanfälligkeit und insgesamt eine ausgeglichene Psyche. 

Auch wenn es auch mir von allen gesunden Morgenroutinen am schwersten fällt, mich morgens aufzuraffen, einfach nur „zu sitzen“, habe ich den positiven Effekt von Meditation schon sehr intensiv zu spüren bekommen: vor einigen Jahren war ich in einem Vipassana Meditationszentrum in Indonesien und habe 10 Tage lang 10 Stunden pro Tag meditiert und geschwiegen. Ja, tatsächlich, alle 80 Teilnehmer (40 Männer und 40 Frauen, getrennt durch eine kleine Mauer, damit es auch ja keine Ablenkung gibt ;-)) haben sich, auch in den kurzen Pausen und während der 2 Mahlzeiten die es pro Tag gab, angeschwiegen. Der Tag begann um 4h morgens mit einem Gong.
Alles, was Ablenkung bringen könnte, musste vor Beginn des Retreats abgegeben werden: Bücher, Schreibzeugs, Handy, Tablet usw.

Meditation für mehr Klarheit

So hart es auch war, ich habe damals Dinge über mich gelernt, die mich unter anderem dazu gebracht haben, meinen Job zu schmeißen und mich mit dem, was ich am liebsten tue, selbständig zu machen. Klingt nach „Eat, Pray, Love“, oder? Ein bisschen so war es auch (nur ohne „Love“ ;-))
Aber warum erzähle ich dir das jetzt, wo es doch um eine gesunde Morgenroutine geht und nicht darum, 10 Stunden am Tag zu meditieren?
Weil diese Routine nur selten ein sofortiges spürbares Ergebnis bringt, wenn man sie morgens für ein paar Minuten durchführt. Daher fällt sie den meisten Menschen auch so schwer. Allerdings ist es ein Prozess, der regelmäßig für nur 10-20 Minuten am Tag durchgeführt, sehr viel mehr Klarheit und Lebensfreude bringen kann. So war es zumindest durch die „Hardcore Methode“ bei mir. 
Auch nach einem 10-tägigen strengen Meditationsretreat ist dieser Prozess natürlich nicht abgeschlossen und ich bin immer noch auf dem Weg. Und so ein Retreat ist auch nicht zwingend notwendig, auch wenn dir das, was du dort erreichen kannst, die nötige Motivation geben kann, um langfristig dranzubleiben.

Gedanken-Detox als gesunde Morgenroutine

Meditation hat, im Gegensatz zu den anderen Routinen die ich bisher aufgezählt habe, auch nicht mit körperlichem, sondern vielmehr mit Gedanken-Detox zu tun. Es ist eine gesunde Morgenroutine, die dich dem näher bringen kann, das du wirklich bist. 
Wenn es dir schwerfällt, allein zu meditieren, suche dir einen Lehrer, oder nutze eine der zahlreichen Apps, die es mittlerweile gibt (im Flugmodus selbstverständlich ;-). Ich nutze z.B. die App „Calm“.

Zeitaufwand: ca. 5-20 Minuten (oder wie lange du auch immer „sitzen“ magst)

 

6. Dankbarkeitstagebuch

Nach dem Gesetz der Resonanz erreicht man durch Visualisation das, was man sich vorstellen und vor allem fühlen kann. Nehmen wir mal an, du willst einen neuen Job, da dich der bisherige einfach nicht mehr erfüllt. Um deinen Traumjob auch wirklich in dein Leben zu ziehen, solltest du jetzt bereits fühlen können, wie es ist, diesen tollen neuen Job zu haben. Dir einfach nur immer wieder aufzusagen, dass du einen neuen Job findest, der dir mehr Spaß macht, wird allein kaum dazu führen, dass sich dieser Wunsch erfüllt.
Wenn du hingegen jetzt schon mit jeder Zelle deines Körpers spürst, wie es sich anfühlt, wenn du dich morgens auf den Weg in dein neues Büro machst und dann wertvolle Gespräche mit deinen tollen neuen Kollegen führst. Wenn du bereits jetzt in die zufriedenen Gesichter deiner dankbaren Kunden schaust, denen du mit deiner sinnvollen Tätigkeit hilfst. Und wenn du dich bereits jetzt darüber freust, dir von dem großzügigen Gehalt, das du verdienst, endlich die tolle neue Küchenmaschine zu kaufen, die du dir schon so lange wünschst – dann ist die Chance groß, dass du all das tatsächlich in dein Leben ziehst.

Mit Dankbarkeit erreichst du deine Ziele schneller

Und jetzt kommen wir zu DER gesunden Morgenroutine, die dir dabei hilft, das Gesetz der Resonanz optimal  für dich und deine Ziele zu nutzen.
Ist dir schonmal aufgefallen, dass es, wenn du für etwas dankbar bist, unmöglich ist, Wut, Groll oder ähnliche negative Gefühle zu fühlen?
Daher kann dir ein Dankbarkeitstagebuch enorm dabei helfen, das zu spüren, was du dir wünscht. Im Fall deines Wunschjobs bedeutet das z.B., mal alle Dinge aufzuschreiben, für die du in deinem jetzigen Job dankbar bist. Und wenn es wirklich nur die nette Kollegin aus der anderen Abteilung 3 Stockwerke über deinem Büro ist. Nimm dir morgens 5 Minuten Zeit und schreib es auf. Oder, wenn dir das leichter fällt, sag es dir nach dem Aufwachen, noch im Bett, in Gedanken auf. Versuche zu spüren, wie sich die Dankbarkeit anfühlt und zähle oder schreibe insgesamt mindestens 10 Dinge auf, für die du an diesem Tag dankbar bist. Das bringt dich automatisch in eine positive Schwingung und dem, was du dir wirklich wünscht, sehr viel näher.

Diese gesunde Morgenroutine ist echtes Seelenfutter, da du dich durch Dankbarkeit regelmäßig in ein positives Mindset bringst.

Zeitaufwand: ca. 5-10 Minuten

 

Gesunde Morgenroutine - Julie Christin Boenig

Konsistenz statt Perfektion

 

Wie bei allem bringt es auch bei einer gesunden Morgenroutine wenig, sich zu stressen. Daher, suche dir 1 – 2 Routinen aus und baue sie für dich so ein, wie es morgens am besten für dich passt. Kontinuierlich dranzubleiben ist wichtiger, als alles perfekt zu machen. Vielleicht macht es für dich auch Sinn, alle paar Tage zwischen verschiedenen gesunden Morgenroutinen zu wechseln.
Natürlich kannst du die von mir aufgezählten Techniken auch als gesunde Abendroutine nutzen. Nur die Atemübungen würde ich dir nicht empfehlen, abends durchzuführen. Denn danach bist du so voller Energie, dass es dir schwerfallen könnte, einzuschlafen.

Welche gesunde Morgenroutine gefällt dir am besten?

Stay Detoxed!

Deine

Julie Christin Boenig