Es gibt unzählige Detox Programme auf dem Markt und sicher auch sehr viele gute. Du kennst das bestimmt, dieses „wie neu geboren Gefühl“ wenn Du die ersten harten Entgiftungstage geschafft hast, oder spätestens am letzten Detox Tag. Man fühlt sich leicht wie eine Feder, kleine Zipperlein werden weniger, man ist morgens um 6 schon direkt fit genug für eine Joggingrunde, fühlt sich trotzdem ausgeschlafener und der Spiegel ruft einem entgegen „WOW, siehst DU gut aus!“ Ja, ich kenne das auch – ein großartiges Gefühl!

Dieses Gefühl hält jedoch meistens nur einige wenige Tage oder maximal Wochen an. So war es auch bei mir noch vor einigen Jahren, bis ich etwas Grundlegendes nach und nach geändert habe. Und vor allem, nachdem ich verstanden habe:

 

Nachhaltige Entgiftung startet VOR einem
Detox Programm!

 

Lass es mich anhand dieser kleinen Geschichte erklären:
Stell Dir vor, es ist ein wunderschöner sonniger Frühlingstag und Du machst eine Tretbootfahrt auf Deinem Lieblingssee. Nach einer Weile merkst Du, dass es ein kleines Leck gibt und sich etwas Wasser in Deinem Tretboot sammelt. Es ist warm draußen, Dir geht’s gut und Du denkst Dir,
„ach, das bisschen Wasser ist nicht schlimm“. Du fährst weiter und das Wasser wird auf einmal immer mehr, bis es Dir bis zu den Knien steht. Du bekommst langsam Muffensausen, das Boot könnte sinken. Zum Glück ist ein kleiner Eimer mit im Boot und Du beginnst, das Wasser nach und nach herauszuschöpfen. Nun bist Du allerdings mitten auf dem See, weit weg vom Ufer. Die Schöpferei wird langsam anstrengend und das Wasser steigt trotzdem weiter bis Du schlussendlich mitsamt dem Boot untergehst!

Im echten Leben wäre es natürlich viel effizienter gewesen, einfach das Leck zu schließen oder zumindest dafür zu sorgen, dass nicht mehr ganz so viel Wasser ins Boot läuft. Auf diese Art und Weise hätte jeder Eimer Wasser, den Du aus dem Boot geschöpft hättest, viel mehr gebracht.

Wahrscheinlich hast Du es Dir schon gedacht: Das Boot steht für Deinen Körper, das Wasser für sämtliche Schadstoffe und Umweltgifte und der Eimer für ein X-beliebiges Detox Programm…

 

Die Moral von der Geschicht:

Ein Detox kann nur nachhaltig die erwünschte Wirkung bringen, wenn wir nicht schon knietief „im Wasser“ stehen.

 

Der erste Schritt vor einem Detox sollte also immer sein, dafür zu sorgen, dass im Alltag weniger Schadstoffe in unseren Körper kommen. Ich nenne das Daily Detox.

 

Heutzutage ist der Dschungel an Nahrungsmitteln, Kosmetik, Reinigungsmitteln und generell sämtlichen Konsumgütern riesig. Es ist schwer auf den ersten Blick zu unterscheiden, was gut für uns ist und was uns schadet.

 

Das „ach so saubere“ Leitungswasser

 

Es fängt dabei schon mit unserem Leitungswasser an. Oft heißt es, wir hätten in Deutschland super „sauberes“ Leitungswasser, das man problemlos im Alltag trinken könne.
Klar gibt es Länder, in denen wir direkt einen „flotten Otto“ bekommen würden, wenn wir das Leitungswasser dort trinken würden. Davon sind wir in Deutschland zwar meilenweit entfernt, da es strenge Grenzwerte für einige Substanzen gibt. Was ist aber mit den Chemikalien, die schädlich für uns sind, für die es jedoch noch gar keine Grenzwerte gibt oder die nicht routinemäßig überprüft werden? Fakt ist, dass unser Leitungswasser häufig gechlort ist und Rückstände von Schwermetallen, Medikamenten, Pestiziden und Hormonen enthalten kann. In einigen Regionen sind auch die Nitratwerte sehr hoch. Dass auch das in Plastikflaschen abgefüllte (Mineral-)Wasser keine Option mehr sein kann (z.B. Stichwort BPA) ist ja mittlerweile bekannt. Ich selbst benutze einen in meiner Spüle eingebauten Wasserfilter, der mir immer frisches Quellwasser zaubert.
Das Thema (gesundes schadstofffreies) Wasser ist extrem umfangreich, sodass es in diesem Post den Rahmen sprengen würde. Ich werde mich dem Thema aber in Zukunft noch ausführlicher mit einem separaten Blogpost widmen – versprochen!

 

Daily Detox im Konsumgüter-Dschungel

 

Weiter im Konsumgüter-Dschungel geht es mit Verpackungen, Kochutensilien wie Teflon beschichteten Bratpfannen oder auch Lunch-Boxen. Zwar gibt es immer wieder neue vermeintlich gesündere Alternativen, jedoch hat sich auch da wieder ein für den Laien undurchsichtiger Markt ergeben. Hier nur ein kleines Beispiel: Die gerade so im Trend liegenden und als ökologisch und schadstofffrei angepriesenen Brotdosen und Coffee-to-go Becher aus Bambus enthalten z.B. oft neben Bambus auch schädliche Melaminharze und teilweise Formaldehyd. Beides kann sich bei Kontakt mit Säuren und/ oder Erwärmung lösen und an Lebensmittel abgegeben werden. Dabei sind diese Behältnisse doch gerade dafür gedacht, warme Getränke und seinen Obstsalat oder grünen Smoothie zu transportieren… Der Versuch, sich und der Umwelt hier etwas Gutes zu tun, könnte also kontraproduktiv sein. 
Wenig falsch machen kann man mit Behältnissen aus Glas. Meine Wasserflasche, die ich unterwegs fast immer bei mir habe, ist aus Edelstahl. Auch das ist eine schadstoffarme, vielleicht sogar schadstofffreie Alternative.

Bei Kosmetik und Reinigungsmitteln ist es zum Glück dank der Zertifizierungen für Naturkosmetik bzw. Reinigungsprodukte etwas einfacher, den Dschungel nach schadstofffreien bzw. schadstoffarmen Alternativen zu durchforsten.

 

 

Cremes und Kosmetik, die wir auf die Haut auftragen, dringen mitsamt vielen Chemikalien in den Körper ein.

 

Die Auflagen der verschiedenen Siegel für zertifizierte Naturkosmetik sind zwar unterschiedlich streng und daher nicht alle komplett „clean“. Jedoch verzichten sie zumindest alle auf Silikone, Parabene, erdölbasierte Inhaltsstoffe, synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe und Gentechnik. Außerdem muss ein festgelegter Mindestanteil der Inhaltsstoffe aus Bio-Anbau stammen.
Kosmetik- und Reinigungsprodukte auf zertifizierte Naturkosmetik bzw. natürliche Reinigungsmittel umzustellen, ist also schonmal ein guter Weg. So kannst Du mehr aus Deinem nächsten Detox herausholen.

Am umfangreichsten, schwierigsten und auch kostspieligsten ist das Thema der Wohngifte. In den meisten Gebäuden, Wohnhäusern und Wohnungen gibt es einen extrem hohen Anteil an Schadstoffen. Sie werden von Möbeln, Fußböden, Wandfarben und Textilien ausgedünstet und von uns eingeatmet. Wusstest Du, dass z.B. für einen Bett- und Kissenbezug für eine Person aus herkömmlich angebauter Baumwolle ca. 1 kg Chemikalien bei der Herstellung verwendet wird?
Und das ist erst der Anfang… Es geht weiter mit Bettlaken, Bettdecken, Handtüchern, Schränken, Sofas usw. usw. …  Auch in Kleidung befindet sich oft einiges an Giften, die über die Haut aufgenommen werden.

 

 

Mein Motto: „Wenn ich das nächste Mal…“

 

Natürlich ist es fast unmöglich, heutzutage komplett schadstofffrei zu leben. Zumindest würde es einige Entbehrungen und auch Geld kosten. Daher ist mein Motto bei diesen kostspieligen gesünderen Alternativen wie Möbeln, Bettdecken usw. „WENN ICH DAS NÄCHSTE MAL z.B. eine neue Matratze kaufe, dann ist sie so schadstoffarm wie möglich.“

Bei der Ernährung ist es schon wesentlich einfacher, auf Lebensmittel umzusteigen, die schadstoffarm oder sogar schadstofffrei sind. Auch wenn nicht jedes Bio Siegel gleich strenge Auflagen hat, ist man schon auf einem guten Weg in Richtung Daily Detox, wenn man versucht, wenigstens zu 80 % Bio Lebensmittel und Bio Obst und Gemüse zu kaufen.

Und dann sind da natürlich auch noch Errungenschaften in unserer modernen Welt, die indirekt giftig auf unseren Körper wirken. Wir alle lieben es mittlerweile durch Smartphone, Tablet, WLAN, Bluetooth und Co. sowohl unabhängig als auch jederzeit an die ganze Welt angebunden und überall erreichbar zu sein. Wenn all diese Technik jedoch nicht clever genutzt wird, wirkt sie wie Gift auf unseren Körper.

 

 

Mobilfunkstrahlung und der Film Matrix

 

Würden alle Strahlen von Mobilfunktürmen, WLAN-Routern, Smartphone und Bluetooth Kopfhörern sichtbar sein, würde es um uns herum aussehen, wie es Neo mit den Laserstrahlen im Film Matrix erlebt.
Auch wenn die meisten Menschen es körperlich nicht spüren, so ist jeder Kontakt mit diesen Strahlen für unseren Organismus Schwerstarbeit und schwächt unser Immunsystem enorm.
Das wiederum führt dazu, dass wir schneller übersäuern und weniger Gifte aus unserem Körper ausgeschieden werden können.

Mobilfunkstrahlung wird von der IARC (International Agency for Research on Cancer), eine Unterorganisation der WHO, seit 2011 sogar als „potenziell krebserregend“ eingestuft.
Gerade bei diesem Thema könnte ich jetzt sehr weit ausholen. Ich gehöre zu den Menschen, die EMFs (Electromagnetic Fields) spüren, wenn ich ihnen zu viel ausgesetzt bin.

Dieses Thema ist extrem umfangreich und genauso wichtig für unseren Daily Detox. Daher werde ich auch dazu hier auf dem Blog noch einiges mehr schreiben und Dich mit Tipps und Tricks versorgen, wie Du Technik clever nutzen kannst.

Du siehst, es gibt super viele Möglichkeiten, dafür zu sorgen, dass Du im Alltag nicht von Giften überflutet wirst, um den Erfolg Deines nächsten Detox länger zu genießen.

Meine Arbeit als Detox Coach widme ich genau diesem Thema und helfe Dir dabei, die Fallstricke im Konsumgüter Dschungel zu erkennen, und Schadstoffe in Deinem Leben zu reduzieren.
In diesem ersten Blogpost habe ich die Themen nur kurz angeschnitten. In weiteren Artikeln werde ich jedoch nach und nach auf alle Themen meines Daily Detox Prinzips näher eingehen, sodass Du die gesündeste Version von Dir werden kannst!

 

 

Stay Detoxed!

 

 

 

Deine  

 

 

Julie Christin Boenig
Nachhaltige Entgiftung